Fragen und Antworten zum Thema "Kultur"

Slider Kultur
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  • Wie geht das zuständige Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur (MWFK) mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie um?

    Das Ministerium hat eine Taskforce eingerichtet und stimmt sich sowohl innerhalb der Landesregierung als auch auf Bundesebene eng mit seinen Partnern ab. Das MWFK steht auch regelmäßig mit den Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Stiftungen, Kultur-Verbänden, -Institutionen und -Einrichtungen sowie den Kirchen und Religionsgemeinschaften in Kontakt, berät zu den Einschränkungen und unterstützt sie. Zudem wird insbesondere für den Kulturbereich mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet, um die existenzbedrohende Situation vieler, vor allem kleiner Kultur-Einrichtungen und freischaffender Künstlerinnen und Künstler, durch wegbrechende Einnahmen aufzufangen.

    Das Ministerium hat eine Taskforce eingerichtet und stimmt sich sowohl innerhalb der Landesregierung als auch auf Bundesebene eng mit seinen Partnern ab. Das MWFK steht auch regelmäßig mit den Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Gedenkstätten, Stiftungen, Kultur-Verbänden, -Institutionen und -Einrichtungen sowie den Kirchen und Religionsgemeinschaften in Kontakt, berät zu den Einschränkungen und unterstützt sie. Zudem wird insbesondere für den Kulturbereich mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet, um die existenzbedrohende Situation vieler, vor allem kleiner Kultur-Einrichtungen und freischaffender Künstlerinnen und Künstler, durch wegbrechende Einnahmen aufzufangen.

  • Müssen alle Kultureinrichtungen schließen, alle Kulturveranstaltungen und -angebote abgesagt werden?

    Ja. Die Landesregierung hat am 17. März 2020 eine Rechtsverordnung beschlossen, mit der weitreichende Leitlinien umgesetzt werden, die die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder am 16. März zum Umgang mit der Corona-Pandemie vereinbart haben. Diese Leitlinien werden in allen Ländern umgesetzt. Damit sind bis auf Weiteres alle kulturellen Einrichtungen geschlossen und alle Kultur-Veranstaltungen bzw. öffentlichen Kultur-Angebote untersagt.

    Ja. Die Landesregierung hat am 17. März 2020 eine Rechtsverordnung beschlossen, mit der weitreichende Leitlinien umgesetzt werden, die die Bundesregierung und die Regierungschefs der Länder am 16. März zum Umgang mit der Corona-Pandemie vereinbart haben. Diese Leitlinien werden in allen Ländern umgesetzt. Damit sind bis auf Weiteres alle kulturellen Einrichtungen geschlossen und alle Kultur-Veranstaltungen bzw. öffentlichen Kultur-Angebote untersagt.

  • Müssen Kultureinrichtungen ihre Arbeit einstellen?

    Die Kultureinrichtungen sind für den Publikumsverkehr geschlossen, die internen Betriebsabläufe können derzeit – unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Hygiene-Vorschriften – noch weitergehen. Sofern es sinnvoll und möglich ist, sollte die Arbeit ggf. angepasst und im Home-Office weitergeführt werden. Programme und Veranstaltungen können – unter Berücksichtigung der besonderen Umstände – weiter konzipiert und vorbereitet werden.

    Die Kultureinrichtungen sind für den Publikumsverkehr geschlossen, die internen Betriebsabläufe können derzeit – unter Berücksichtigung der Sicherheits- und Hygiene-Vorschriften – noch weitergehen. Sofern es sinnvoll und möglich ist, sollte die Arbeit ggf. angepasst und im Home-Office weitergeführt werden. Programme und Veranstaltungen können – unter Berücksichtigung der besonderen Umstände – weiter konzipiert und vorbereitet werden.

  • Wie unterstützt der Bund die Kultur und die Kreativwirtschaft?

    • Betriebsmittelzuschüsse:

    Der Bund plant derzeit ein Programm im Umfang von 50 Milliarden Euro, um Kleinunternehmen sowie Solo-Selbständige – also auch Künstlerinnen und Künstler und kleine kulturwirtschaftliche Unternehmen – zu unterstützen. Sie sollen Zuschüsse beantragen können, wenn sie durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Liquiditätsengpass haben. Soweit derzeit bekannt, sollen Solo-Selbständige und Kleinbetriebe mit bis zu 5 Beschäftigten einen Betriebsmittelzuschuss von 9.000 Euro für die Dauer von drei Monaten beantragen können, Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten einen Zuschuss bis zu 15.000 Euro. Sobald detailliertere Informationen zu diesem Programm vorliegen, werden sie bereitgestellt.

    • Grundsicherung:

    Wer zwischen dem 01. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, soll ersparte Rücklagen zunächst behalten können. Erst danach sollen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen gelten. Ebenso sollen Folgeanträge unbürokratisch für zwölf Monate weiterbewilligt werden. Um einen Umzug aufgrund der Antragstellung auf Existenzsicherung auszuschließen, sollen Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in jedem Fall in tatsächlicher Höhe anerkannt werden. Hinweis: Für Leistungsbeziehende nach dem SGB II besteht Krankenversicherungsschutz nach Maßgabe des § 26 SGB II. Die Antragsunterlagen für das Arbeitslosengeld II sind online unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen verfügbar.

    • Betriebsmittelzuschüsse:

    Der Bund plant derzeit ein Programm im Umfang von 50 Milliarden Euro, um Kleinunternehmen sowie Solo-Selbständige – also auch Künstlerinnen und Künstler und kleine kulturwirtschaftliche Unternehmen – zu unterstützen. Sie sollen Zuschüsse beantragen können, wenn sie durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Liquiditätsengpass haben. Soweit derzeit bekannt, sollen Solo-Selbständige und Kleinbetriebe mit bis zu 5 Beschäftigten einen Betriebsmittelzuschuss von 9.000 Euro für die Dauer von drei Monaten beantragen können, Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten einen Zuschuss bis zu 15.000 Euro. Sobald detailliertere Informationen zu diesem Programm vorliegen, werden sie bereitgestellt.

    • Grundsicherung:

    Wer zwischen dem 01. März und dem 30. Juni 2020 einen Antrag auf Leistungen der Grundsicherung stellt und dabei erklärt, über kein erhebliches Vermögen zu verfügen, soll ersparte Rücklagen zunächst behalten können. Erst danach sollen wieder die bislang geltenden Regelungen für den Einsatz von Vermögen gelten. Ebenso sollen Folgeanträge unbürokratisch für zwölf Monate weiterbewilligt werden. Um einen Umzug aufgrund der Antragstellung auf Existenzsicherung auszuschließen, sollen Ausgaben für Wohnung und Heizung in den ersten sechs Monaten des Leistungsbezugs in jedem Fall in tatsächlicher Höhe anerkannt werden. Hinweis: Für Leistungsbeziehende nach dem SGB II besteht Krankenversicherungsschutz nach Maßgabe des § 26 SGB II. Die Antragsunterlagen für das Arbeitslosengeld II sind online unter www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen verfügbar.

  • Wie unterstützt das Land Brandenburg die Kultur und die Kreativwirtschaft?

    • Rettungsschirm:

    Das Land Brandenburg will einen Rettungsschirm mit einem Umfang von 2 Milliarden Euro auflegen. Die notwendigen Beschlüsse dazu sollen Anfang April vom Landtag Brandenburg verabschiedet werden.

    • Soforthilfe:

    Das Land Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 7,5 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige aufgelegt, dass sich explizit auch an kleine Kultureinrichtungen und freie Kulturschaffende richtet. Sie können ab Mittwoch, den 25. März 2020, 09.00 Uhr, über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Zuschüsse zwischen 9.000 Euro (bei bis zu 5 Erwerbstätigen) und 60.000 Euro (bei bis zu 100 Erwerbstätigen) beantragen. Weitere Informationen: www.ilb.de/de/covid-19-aktuelle-informationen/aktuelle-unterstuetzungsangebote/

    • Kulturförderung:

    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur setzt seine institutionelle Förderung von Kultureinrichtungen wie geplant fort. Die Förderung erfolgt in geplanter Höhe auf Basis der erlassenen Zuwendungsbescheide bzw. in Form von Abschlagszahlungen zur vorläufigen Sicherung der Liquidität. Die Einrichtungen werden gebeten, bis zum Sommer einen Überblick über zu erwartende Einnahmen und Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr zu geben, um die weiteren Ausfinanzierungsbedarfe abschätzen zu können. Sie sind zugleich aufgefordert, alle wirtschaftlich vertretbaren Möglichkeiten zur sparsamen Mittelverwendung zu nutzen.
    Auch die bereits beantragte Projektförderung wird grundsätzlich weiter fortgeführt. Damit sollen vor allem Personalausgaben gedeckt und eine existenzielle Gefährdung von Einrichtungen und Projekten verhindert bzw. abgedämpft werden. Die zuständigen Bearbeiterinnen und Bearbeiter setzen sich hierzu mit den Antragstellern in Verbindung, um die ggf. notwendige Anpassung der Finanzierungspläne abzustimmen.

    • Weitere Maßnahmen:

    Das Kulturministerium prüft zusätzlich zur bestehenden eigenen Förderung und der Soforthilfe des Landes sowie in Ergänzung des in Vorbereitung befindlichen Bundesprogramms weitere Hilfsmaßnahmen. Diese werden im Rahmen des oben genannten Rettungsschirms des Landes umgesetzt, um größere Schäden – beispielsweise durch Einnahmeausfälle – zu vermeiden und Bedarfe zur Überbrückung der aktuellen Krisensituation zur Verfügung zu stellen. Entsprechende Fördergrundsätze werden derzeit erarbeitet.

    • Rettungsschirm:

    Das Land Brandenburg will einen Rettungsschirm mit einem Umfang von 2 Milliarden Euro auflegen. Die notwendigen Beschlüsse dazu sollen Anfang April vom Landtag Brandenburg verabschiedet werden.

    • Soforthilfe:

    Das Land Brandenburg hat ein Soforthilfeprogramm in Höhe von 7,5 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen und Selbständige aufgelegt, dass sich explizit auch an kleine Kultureinrichtungen und freie Kulturschaffende richtet. Sie können ab Mittwoch, den 25. März 2020, 09.00 Uhr, über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Zuschüsse zwischen 9.000 Euro (bei bis zu 5 Erwerbstätigen) und 60.000 Euro (bei bis zu 100 Erwerbstätigen) beantragen. Weitere Informationen: www.ilb.de/de/covid-19-aktuelle-informationen/aktuelle-unterstuetzungsangebote/

    • Kulturförderung:

    Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur setzt seine institutionelle Förderung von Kultureinrichtungen wie geplant fort. Die Förderung erfolgt in geplanter Höhe auf Basis der erlassenen Zuwendungsbescheide bzw. in Form von Abschlagszahlungen zur vorläufigen Sicherung der Liquidität. Die Einrichtungen werden gebeten, bis zum Sommer einen Überblick über zu erwartende Einnahmen und Ausgaben im laufenden Geschäftsjahr zu geben, um die weiteren Ausfinanzierungsbedarfe abschätzen zu können. Sie sind zugleich aufgefordert, alle wirtschaftlich vertretbaren Möglichkeiten zur sparsamen Mittelverwendung zu nutzen.
    Auch die bereits beantragte Projektförderung wird grundsätzlich weiter fortgeführt. Damit sollen vor allem Personalausgaben gedeckt und eine existenzielle Gefährdung von Einrichtungen und Projekten verhindert bzw. abgedämpft werden. Die zuständigen Bearbeiterinnen und Bearbeiter setzen sich hierzu mit den Antragstellern in Verbindung, um die ggf. notwendige Anpassung der Finanzierungspläne abzustimmen.

    • Weitere Maßnahmen:

    Das Kulturministerium prüft zusätzlich zur bestehenden eigenen Förderung und der Soforthilfe des Landes sowie in Ergänzung des in Vorbereitung befindlichen Bundesprogramms weitere Hilfsmaßnahmen. Diese werden im Rahmen des oben genannten Rettungsschirms des Landes umgesetzt, um größere Schäden – beispielsweise durch Einnahmeausfälle – zu vermeiden und Bedarfe zur Überbrückung der aktuellen Krisensituation zur Verfügung zu stellen. Entsprechende Fördergrundsätze werden derzeit erarbeitet.

  • Welche rechtlichen Schutzmechanismen sind beim Insolvenz-, Gesellschafts- und Zivilrecht vorgesehen?

    Derzeit stimmt der Bund ein großes Gesetzespaket ab, um in zahlreichen Rechtsbereichen auf die aktuelle Situation zu reagieren. Die drei Lesungen im Bundestag und die Beteiligung des Bundesrates sollen bis zum 27. März abgeschlossen sein, so dass mit einem zeitnahen In-Kraft-Treten zu rechnen ist. Die nachfolgenden Ausführungen geben den aktuellen, vorläufigen Stand wieder.

    • Insolvenzrecht:

    Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, soll Zeit gegeben werden, um Vorkehrungen zur Beseitigung der Insolvenzreife zu treffen (bspw. durch staatliche Hilfen oder durch Finanzierungs- oder Sanierungsarrangements mit Gläubigern und Kapitalgebern). So werden die Insolvenzantragspflicht und die Zahlungsverbote bis zum 30. September 2020 ausgesetzt, wenn die Insolvenz pandemiebedingt ist. Davon wird automatisch ausgegangen, wenn der Schuldner am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig war. Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum wird auch das Recht der Gläubiger suspendiert, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie die Regelung zum Eröffnungsgrund bei Gläubigerinsolvenzanträgen sollen sogar bis zum 31. März 2021 verlängert werden können.

    • Gesellschaftsrecht:

    Die Schutzmaßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung der Pandemie machen einen Großteil der Unternehmen handlungsunfähig, weil ihre Organe (bspw. die Gesellschafterversammlung) nicht zusammenkommen können. Es werden daher Erleichterungen, vor allem für die Durchführung von Gesellschafterversammlungen und Mitgliederversammlungen von Vereinen, geschaffen (bspw. die Möglichkeit, Online-Sitzungen ohne entsprechende Satzungsermächtigung einzuberufen oder Einberufungsfristen zu verkürzen).

    • Zivilrecht:

    Im bürgerlichen Recht werden bis zum 30. September 2020 besondere Regelungen eingeführt: So wird Schuldnern (Verbrauchern und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern bzw. einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanz von bis zu 2 Millionen Euro), die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, die Möglichkeit eingeräumt, ohne nachteilige rechtliche Folgen die Leistung einstweilen zu verweigern oder einzustellen. Gleichzeitig wird das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 01. April 2020 bis zum 30. September 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis demnach nicht kündigen. Bezogen auf den Kulturbereich bedeutet dies zum Beispiel, dass die Kündigungen von Mieträumen, wie Ateliers, Proberäumen und Clubs, aufgrund von Mietschulden befristet bis Ende September 2020 nicht möglich ist. Auch für Darlehensverträge ist eine gesetzliche Stundungsregelung (6 Monate ab Fälligkeit) sowie – nach Ablauf der Stundungsfrist – eine Vertragsanpassung geplant. Flankiert wird dies von einem gesetzlichen Kündigungsschutz wegen Zahlungsverzugs oder Verschlechterung der Vermögensverhältnisse während dieser Zeit.

    Derzeit stimmt der Bund ein großes Gesetzespaket ab, um in zahlreichen Rechtsbereichen auf die aktuelle Situation zu reagieren. Die drei Lesungen im Bundestag und die Beteiligung des Bundesrates sollen bis zum 27. März abgeschlossen sein, so dass mit einem zeitnahen In-Kraft-Treten zu rechnen ist. Die nachfolgenden Ausführungen geben den aktuellen, vorläufigen Stand wieder.

    • Insolvenzrecht:

    Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, soll Zeit gegeben werden, um Vorkehrungen zur Beseitigung der Insolvenzreife zu treffen (bspw. durch staatliche Hilfen oder durch Finanzierungs- oder Sanierungsarrangements mit Gläubigern und Kapitalgebern). So werden die Insolvenzantragspflicht und die Zahlungsverbote bis zum 30. September 2020 ausgesetzt, wenn die Insolvenz pandemiebedingt ist. Davon wird automatisch ausgegangen, wenn der Schuldner am 31. Dezember 2019 nicht zahlungsunfähig war. Für einen dreimonatigen Übergangszeitraum wird auch das Recht der Gläubiger suspendiert, die Eröffnung von Insolvenzverfahren zu beantragen. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht sowie die Regelung zum Eröffnungsgrund bei Gläubigerinsolvenzanträgen sollen sogar bis zum 31. März 2021 verlängert werden können.

    • Gesellschaftsrecht:

    Die Schutzmaßnahmen zur Vermeidung der Ausbreitung der Pandemie machen einen Großteil der Unternehmen handlungsunfähig, weil ihre Organe (bspw. die Gesellschafterversammlung) nicht zusammenkommen können. Es werden daher Erleichterungen, vor allem für die Durchführung von Gesellschafterversammlungen und Mitgliederversammlungen von Vereinen, geschaffen (bspw. die Möglichkeit, Online-Sitzungen ohne entsprechende Satzungsermächtigung einzuberufen oder Einberufungsfristen zu verkürzen).

    • Zivilrecht:

    Im bürgerlichen Recht werden bis zum 30. September 2020 besondere Regelungen eingeführt: So wird Schuldnern (Verbrauchern und Kleinstunternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern bzw. einem Jahresumsatz oder einer Jahresbilanz von bis zu 2 Millionen Euro), die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, die Möglichkeit eingeräumt, ohne nachteilige rechtliche Folgen die Leistung einstweilen zu verweigern oder einzustellen. Gleichzeitig wird das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverhältnissen eingeschränkt. Wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 01. April 2020 bis zum 30. September 2020 dürfen Vermieter das Mietverhältnis demnach nicht kündigen. Bezogen auf den Kulturbereich bedeutet dies zum Beispiel, dass die Kündigungen von Mieträumen, wie Ateliers, Proberäumen und Clubs, aufgrund von Mietschulden befristet bis Ende September 2020 nicht möglich ist. Auch für Darlehensverträge ist eine gesetzliche Stundungsregelung (6 Monate ab Fälligkeit) sowie – nach Ablauf der Stundungsfrist – eine Vertragsanpassung geplant. Flankiert wird dies von einem gesetzlichen Kündigungsschutz wegen Zahlungsverzugs oder Verschlechterung der Vermögensverhältnisse während dieser Zeit.

  • Haben Kultureinrichtungen Anspruch auf Kurzarbeitergeld?

    Der Bund hat kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld beschlossen. Kurzarbeitergeld hilft, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben. Vor dem Hintergrund der geänderten Rechtslage wird derzeit geprüft, welche Möglichkeiten sich daraus für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende ergeben. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit.

    Der Bund hat kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld beschlossen. Kurzarbeitergeld hilft, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben. Vor dem Hintergrund der geänderten Rechtslage wird derzeit geprüft, welche Möglichkeiten sich daraus für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende ergeben. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Agentur für Arbeit.

  • Wie kann die KfW Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden helfen?

    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtern. Dazu will sie bestehende Kredite auch für Selbständige – und damit auch für Künstlerinnen und Künstler – nutzen und die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. Es handelt sich dabei aber nicht um Zuschüsse.

    Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) will die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität erleichtern. Dazu will sie bestehende Kredite auch für Selbständige – und damit auch für Künstlerinnen und Künstler – nutzen und die Zugangsbedingungen und Konditionen verbessern. Es handelt sich dabei aber nicht um Zuschüsse.

  • Wie unterstützt die Künstlersozialkasse Künstlerinnen und Künstler?

    Über die Künstlersozialkasse (KSK) können Künstlerinnen und Künstler, die mehr als 3.900 Euro pro Jahr verdienen, ihre Krankenkassenbeiträge und Rentenversicherungsbeiträge abwickeln. Die KSK übernimmt den Arbeitgeberbetrag, finanziert über die so genannte Künstlersozialabgabe in Höhe von 30 Prozent und einen Bundeszuschuss in Höhe von 20 Prozent. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisensituation bietet die KSK Zahlungserleichterungen für Versicherte und abgabepflichtige Unternehmen an. Die Länder setzen sich zudem dafür ein, dass der Bund seinen 20-prozentigen Zuschuss erhöht, um KSK-Mitglieder weiter zu entlasten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Künstlersozialkasse.

    Über die Künstlersozialkasse (KSK) können Künstlerinnen und Künstler, die mehr als 3.900 Euro pro Jahr verdienen, ihre Krankenkassenbeiträge und Rentenversicherungsbeiträge abwickeln. Die KSK übernimmt den Arbeitgeberbetrag, finanziert über die so genannte Künstlersozialabgabe in Höhe von 30 Prozent und einen Bundeszuschuss in Höhe von 20 Prozent. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krisensituation bietet die KSK Zahlungserleichterungen für Versicherte und abgabepflichtige Unternehmen an. Die Länder setzen sich zudem dafür ein, dass der Bund seinen 20-prozentigen Zuschuss erhöht, um KSK-Mitglieder weiter zu entlasten. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage der Künstlersozialkasse.

  • Müssen Eintrittspreise, Kursgebühren etc. zurückerstattet werden?

    Mögliche Erstattungen sind von den geltenden vertraglichen Vereinbarungen bzw. im jeweiligen Gesellschaftervertrag festgelegten Regeln abhängig. Wenn Rückzahlungen ausgeschlossen sind, müssen die Gremien entscheiden bzw. um Zustimmung gebeten werden. Es wird empfohlen dem Publikum, Kursteilnehmenden usw. ein alternatives Angebot zu unterbreiten, bspw.:

    • Die Ausstellung einer Spendenbescheinigung in Höhe des nicht erstatteten Preises.
    • Die Erstattung des Preises mittels eines Gutscheins oder einer Gutschrift.
    • Die kostenlose Rückgabe und vollständige Erstattung. Hierfür empfiehlt es sich, ein einfaches Formular oder E-Mail-Postfach einzurichten.

    Mögliche Erstattungen sind von den geltenden vertraglichen Vereinbarungen bzw. im jeweiligen Gesellschaftervertrag festgelegten Regeln abhängig. Wenn Rückzahlungen ausgeschlossen sind, müssen die Gremien entscheiden bzw. um Zustimmung gebeten werden. Es wird empfohlen dem Publikum, Kursteilnehmenden usw. ein alternatives Angebot zu unterbreiten, bspw.:

    • Die Ausstellung einer Spendenbescheinigung in Höhe des nicht erstatteten Preises.
    • Die Erstattung des Preises mittels eines Gutscheins oder einer Gutschrift.
    • Die kostenlose Rückgabe und vollständige Erstattung. Hierfür empfiehlt es sich, ein einfaches Formular oder E-Mail-Postfach einzurichten.

  • Was ist mit Gotteshäusern?

    Gemäß der aktuellen Eindämmungsverodnung vom 22. März 2020 ist eine gemeinschaftliche Religionsausübung in Form von Gottesdiensten, Heiligen Messen, Shabbat-Feiern und Freitagsgebeten nicht mehr möglich. Allerdings können Kirchen, Kapellen, Synagogen und sonstige Gotteshäuser weiterhin offengehalten und zu individuellem Gebet sowie zur Einkehr aufgesucht werden. Hierbei gelten die gleichen Regelungen wie für den öffentlichen Raum: maximal zwei Personen oder im selben Hausstand Lebende dürfen zusammen sein und es müssen Mindestabstände eingehalten werden.

    Gemäß der aktuellen Eindämmungsverodnung vom 22. März 2020 ist eine gemeinschaftliche Religionsausübung in Form von Gottesdiensten, Heiligen Messen, Shabbat-Feiern und Freitagsgebeten nicht mehr möglich. Allerdings können Kirchen, Kapellen, Synagogen und sonstige Gotteshäuser weiterhin offengehalten und zu individuellem Gebet sowie zur Einkehr aufgesucht werden. Hierbei gelten die gleichen Regelungen wie für den öffentlichen Raum: maximal zwei Personen oder im selben Hausstand Lebende dürfen zusammen sein und es müssen Mindestabstände eingehalten werden.

  • Was ist mit den Gedenkstätten?

    Die Gedenkstätten der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Sachsenhausen, Ravensbrück, Potsdam, Brandenburg an der Havel und im Belower Wald bleiben bis zum 15. Mai geschlossen. Die für Mitte April geplanten umfangreichen Gedenkveranstaltungen anlässlich der Befreiung der Häftlinge der Konzentrationslager vor 75 Jahren werden komplett abgesagt.

    Die Gedenkstätten der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten in Sachsenhausen, Ravensbrück, Potsdam, Brandenburg an der Havel und im Belower Wald bleiben bis zum 15. Mai geschlossen. Die für Mitte April geplanten umfangreichen Gedenkveranstaltungen anlässlich der Befreiung der Häftlinge der Konzentrationslager vor 75 Jahren werden komplett abgesagt.

  • Ist die Krankenhausseelsorge gesichert?

    Nur noch schwerstkranke Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Pflegeheimen dürfen Besuch von Seelsorgerinnen und Seelsorgern empfangen. Darüber hinaus kann in Hospizen uneingeschränkt Seelsorge stattfinden.

    Nur noch schwerstkranke Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Pflegeheimen dürfen Besuch von Seelsorgerinnen und Seelsorgern empfangen. Darüber hinaus kann in Hospizen uneingeschränkt Seelsorge stattfinden.

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Mo - Fr 9:00 bis 19:00 Uhr